Einzelsupervision

Das Setting der Einzelsupervision bietet die größten Freiräume, auf Individualität und Persönlichkeit der Supervisanden einzugehen. In diesem geschützten Rahmen können die eigenen Möglichkeiten und Grenzen intensiv beleuchtet und bearbeitet werden. Dabei bleibt auch genügend Raum für die Auseinandersetzung mit eigenen biographischen Anteilen, zumindest, was deren Auswirkungen auf die Gestaltung der beruflichen Rolle anbelangt. Je nachdem auf welche konkreten Punkte die Supervisanden ihren Fokus richten, entfaltet sich daraus mehr eine Situations- oder eine Beziehungsanalyse. Der Schwerpunkt liegt dabei jedoch auf der Reflexion der beruflichen Tätigkeit und nicht in der Bearbeitung seelischer Prozesse.

Der letztgenannte Aspekt unterscheidet Einzelsupervision von Therapie. Die Abgrenzung zum Coaching kann fließend verlaufen, ich werde unter diesem Stichwort mehr darauf eingehen.

Gegenstand von Einzelsupervision:

Hier geht es primär um die Bearbeitung der von den Supervisanden eingebrachten Themen, u.a. schwerpunktmäßig um:

- Fallarbeit und Umgang mit den Klienten
- Zusammenarbeit mit Kollegen
- Standortbestimmung innerhalb der Institution
- eigene Berufsrollenidentität
- Begleitung beruflicher Neuorientierung

Ein effizienter Einzelsupervisionsprozess dauert in der Regel 10 - 20 Sitzungen á 90 min.